Fox Island - Port Felix - Carlos Cove - New Harbour -
25. Tag 08.06.12 147 km Isaacs Harbour North - Cross Roads Country Harbour -
      Melrose - Sixth Lake
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Der Morgen begrüßt uns mit einem gigantischen Sonnenaufgang. Kuddel klettert schon um 5.00 Uhr aus dem Bett und macht sich mit Kamera bewaffnet auf den Weg zum Strand. Er will Wale beobachten. Doch die Kameraden lassen sich einfach nicht blicken. Dafür kann er die aufgehende Sonne im Bild festhalten. Nach gut einer Stunde kommt er völlig durchgefroren wieder zurück und muss erst einmal auftauen. Aber es ist draußen schon wesentlich wärmer als noch die letzten Tage und das Meer hat sich auch wieder beruhigt. Heute gibt es Yoga in kurzen Ärmeln.

Nach einem geruhsamen Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Sherbrook Village. Wir nehmen die 316 entlang der Küste. Verträumte Fischerdörfer und Wasser über Wasser begleiten unsere Fahrt. Port Felix ist ein ganz kleines Fischerdorf und die Kirche des Ortes steht auf dem höchsten Punkt des Ortes. Als wir diesen erreichen, bietet sich uns ein brillianter Ausblick. Man blickt auf das blaue Meer und die vorgelagerten Inselchen. Man hat das Gefühl, dem Himmel hier wirklich ein Stück näher zu sein als anderswo. Toll!

Doch wir reißen uns los von diesem Anblick und fahren weiter bis Isaacs Harbour. Dort nehmen wir nicht die Fähre, sondern fahren Marlene zuliebe, durch die Einöde. In Melrose biegen wir auf die 7 Richtung Stillwater und weiter nach Sherbrooke. Das Städtchen hat ein wunderschönes Museumsdorf in dem noch gelebt wird wie vor 120 Jahren.

Den Campground, den wir eigentlich ausgesucht hatten, entpuppt sich als Windei. Viel zu kleine Stellplätze, teuer und das Drum und Dran gefällt uns auch nicht. Ich kann also alle überzeugen noch mal zu starten und einen anderen Campground anzufahren.  In Stillwater hatte ich im Vorbeifahren ein Hinweisschild gesehen. Also zurück. Aber nicht schlimm, sind nur 5 km.

Ein toller Platz am See, mitten im Wald und unter deutscher Bewirtschaftung. Den nehmen wir. Nach einem Rundgang um den See mit Staudämmchen, fahren wir noch nach Sherbrooke ins Museumsdorf. Wir bekommen die Eintrittskarten für den halben Preis, da das Dorf bereits um 17 Uhr schließt und es ist schon 15.30 Uhr. Also müssen wir nen Zahn zulegen.

Die Dorfbeschreibung gibt es sogar in deutsch. Alle Mitarbeiter sind traditionell wie vor 100 Jahren gekleidet. Es gibt ein altes Postamt, eine Druckerei, Töpferei, Schmiede, Tante-Emma-Laden, Arzt und Apotheke und natürlich die alte Kirche mit Gerichtsgebäude. Überall wird man herzlich und freundlich begrüßt und bekommt alles erklärt. Die selbstgemachten Decken und Wandbehänge sind wirklich sehenswert und wunderschön. Dieses Dorf ist wirklich einen Besuch und das Eintrittsgeld wert.

Abends kocht Kuddel seine Bratkartoffeln und rundum satt setzen wir uns ans Lagerfeuer. Und es gibt etwas zu feiern. Wir stoßen auf das neue 1,6 cm große Enkelkind von Horst und Marlene an. Na dann Prost. Heute ist es so schön, dass wir noch mit kurzen Ärmeln sitzen können. Marlene sammelt die ganze Uferböschung ab und füttert das Lagerfeuer mit trockenen Zweigen. Man lässt die vergangenen Wochen schon mal Revue passieren und so langsam kommt der Gedanke auf: Alaska wäre auch nicht schlecht! Na mal sehen……….