Milville - North Sydney - Sydney - New Waterford -
22. Tag 05.06.12 138 km Glace Bay - Albert Bridge - Louisbourg
       
      Karte 1              
                     
   

Marlenes Geburtstag. Es regnet schon die ganze Nacht. Trotzdem stehen Kuddel und ich schon um 7.15 Uhr vor ihrem Camper. Wir sind mit Geschenk, Geburtstagstorte und frischen Kaffee bewaffnet und trällern aus voller Kehle „ Happy Birthday to you….“. Nicht schlimm. Der einzige weitere Camper auf diesem Platz steht weit genug weg. Wie schon im letzten Jahr, öffnet Marlene uns die Tür im Nachthemd. Egal, jetzt gibt es erst einmal Knutscher und dann Torte.

Mit Tortenbauch geht es dann auf die Straße Richtung Louisbourg. Wir fahren wieder Richtung Sydney und tanken erst einmal voll. Das Wetter wird immer usseliger und sehen kann man von der schönen Küstenlandschaft auch nicht viel. Sydney ist eine richtige Großstadt. Sogar mit ein paar Hochhäusern und einem Flugplatz, wie das in Australien. Und 4x Tim Hortons. Dem 5. Tim Hortons in Glace Bay können wir dann doch nicht widerstehen und es gibt einen Geburtstags-French-Vanilla.

In der näheren Umgebung gibt es noch alte Kohleminen die erst in den 80igern geschlossen wurden. Wir fahren weiter und auf einmal ist Horst weg. Auweia. Wir hatten uns so auf die nicht vorhandenen Hinweisschilder konzentriert, dass wir nicht gemerkt haben, das Horst fehlt. Da wir gerade von der Hauptverkehrsstraße abgebogen sind, fahren wir besser zurück. Von Horst und Marlene weit und breit nichts zu sehen. „Die sind bestimmt geradeaus weiter gefahren“, meint Kuddel und wir hinterher. Doch nichts von dem trifft zu. Auf einmal haben wir sie wieder im Rückspiegel. Gott sei Dank. Horst musste nur mal schnell nach PEI………(echter Insider).

Auf der nun geänderten Route kommen wir auch nach Louisbourg. Kurz hinter dem Ortsschild  bekommt Kuddel schon so ein Leuchten in seine Augen. Ein Eisenbahnmuseum ist der Grund. Also nichts wie hin. Der Eintritt ist sogar frei und man hat nur eine Box für Spenden aufgestellt zur Erhaltung der Einrichtung. Alte Schreibmaschinen, Rechenmaschinen, Telefone, Morseapparate und noch etliches mehr aus dem damaligen Bahnalltag von 1900 bis 1960 gibt es hier zu bestaunen. Es ist ein echtes altes Bahnhofsgebäude aus der damaligen Zeit mit Gleis und einem alten Zug. Kuddel ist in seinem Element. Wir tragen uns ins Gästebuch ein und bedanken uns mit einer kleinen Spende.

Dann geht’s weiter zu unserem Campground direkt am Hafen. Bis jetzt sind wir die einzigen Gäste und trotzdem sind die Duschräume richtig toll und geheizt. Denn draußen sind es nur  8 Grad, Sturm und Dauerregen. Wir machen Sightseeing im Regen und verabreden uns um 17.30 Uhr zum Abendessen. Marlene gibt Einen aus. An der Rezeption hat uns die nette Dame darauf hingewiesen, dass die Lokale schon um 19.00 Uhr schließen. Hier fängt der Sommer auch erst im Juli an. Na toll! Aber wir bekommen lecker Fisch (Haddock-Schellfisch) und schlendern dann mit vollen Bäuchen wieder Richtung Camper.

Den Nachtisch gibt es bei Marlene. Karameleis und Sekt. Also stoßen wir noch einmal stilgerecht auf das Geburtstagskind an. Und draußen tobt der Sturm, der Camper wackelt und macht etwas merkwürdige Geräusche im Wind. Aber spätestens Freitag soll es ja wieder besser werden. Hoffentlich!!!