Mackinnons Campground - Whycocomagh - Orangedale -
21. Tag 04.06.12 179 km West Alba - Christmas Island - Shuncadie - Beaver Cove -
      North Sydney - Milville
      Karte 1 Karte 2            
                     
   

Es ist bewölkt, aber trocken. Also gibt es Yoga wieder um 7.30 Uhr. Mein Gesicht hat inzwischen auch fast wieder normale Konturen angenommen.

Als wir den Campground verlassen, begleitet uns zum Abschied noch einmal ein Weißkopfseeadler und sagt uns „Tschüss“. Er fliegt ein Stück neben uns her und biegt dann in Richtung See ab. Ein einmaliges Erlebnis. Diese Gegend ist wirklich eine Reise wert.

Wir fahren wieder zurück bis Whycocomagh und biegen dann rechts ab auf den Highway 105. Kurz vor Blues Mills biegen wir links ab Richtung Orangedale. Dort gibt es einen alten stillgelegten Bahnhof mit alten Eisenbahnen. Für Kuddel ein Muß. Fotos machen. Dann müssen wir wieder ein Stück zurück, denn in Orangedale ist die Welt echt zu Ende. Jetzt kommt Marlenes Lieblingsstrecke. 15 km Schotterpiste entlang eines Seitenarms des Bras d’Or durch die Einsamkeit. Hier ist wirklich  der Hund begraben und Fuchs und Hase sind die besten Freunde. Ab und zu mal ein Häuschen, sonst nur Wildnis. Aber Strom gibt es schon! Marlene würde am Liebsten hier ihr Lager aufschlagen. Aber den Wunsch können wir ihr leider nicht erfüllen. Ich habe von Mücken wirklich erst einmal genug.

Als wir endlich wieder festen Untergrund spüren, fahren wir weiter die 223 über Iona nach Christmas Island. Hier ist es zwar etwas belebter, aber immer noch recht wenig Zivilisation. In dem einzigsten Store weit und breit machen wir Kaffepause und werden zuerst von einem Eichhörnchen begrüßt, dann von der etwas älteren Besitzerin.

Den ersten Kaffee den wir bekommen, ist nur lauwarm und schmecken tut er auch nicht. Ich bin tatsächlich so mutig und lasse mir noch einmal nachschenken. Und siehe da, der Kaffee ist frisch, heiß und schmecken tut er auch. Dann beobachten wir durch das Fenster an drei kleinen Wassertränken die dort befestigt sind, tatsächlich Kolibris. Wir können es erst gar nicht glauben, doch es sind wirklich welche. Werden alle im Bild festgehalten. Dann geht es weiter nach North Sydney zum Einkauf. Wir sehen die Fähren nach Neufundland im Hafen liegen und finden auch das Einkaufszentrum.

Hier bekommen wir sogar für Marlene eine Geburtstagstorte. Ohne das sie etwas merkt, kann Kuddel sie kaufen und sofort im Camper verstauen. Und weil uns North Sydney so gut gefällt, umrunden wir es noch einmal komplett bis wir/ich dann endlich die richtige Auffahrt auf den Highway finden. Umweg von 30km. Tolles Navi! Aber mit Schildern haben es die Kanadier nicht so.

Doch unseren heutigen Campground finden wir dann ohne weiteren Probleme. Sehr einfach, aber direkt am Wasser. Und leer. Dafür gibt es gutes Holz fürs Lagerfeuer. Wir unternehmen noch eine Besichtigungstour in die nähere Umgebung (ca. 1km) und sehen ein Fuchsjunges vor seinem Bau spielen. Niedlich und knuddelig wie ein kleiner Hund. Als wir den Campground wieder erreichen, sehen wir auch noch das Muttertier. Es beobachtet uns genau und zieht sich dann doch lieber ins Gebüsch zurück.

Heute gibt es Nudeln mit Hackfleisch zum Abendessen. Draußen und in dicken Jacken. Anschließend machen wir doch noch Lagerfeuer, denn zwischen den Campern ist es windstill. Wir sehen in der Dämmerung noch Mutter-Fuchs mit Kind-Fuchs auf die Jagd gehen. Toll, aber für Fotos ist es leider schon zu dunkel.