Cheticamp Island - Cheticamp - Cape Breton Highlands
18. Tag 01.06.12 18 km National Park
       
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Der Morgen begrüßt uns mit dicker Wolkendecke und sehr feuchter Luft. Marlene erzählt, dass es schon geschüttet hätte, kurz nachdem wir ins Bett gegangen waren. Wirklich? Wir haben nichts mehr mitbekommen.

Also, was machen wir jetzt? Wir beschließen, an unserer Planung festzuhalten und nur ein kurzes Stück, bis zum nächsten Campground zu fahren und dort zu wandern. Die dicken Wolken hängen tief und scheinen die Highlands zu berühren. 18 km später erreichen wir den Campground, den wir ausgesucht haben. Wir bekommen zwei wunderschöne Plätze mit allem Drum und Dran. Die Gipfel der nahe liegenden Berge hüllen sich in Dunst. Also machen wir zunächst einmal auf faul und hoffen, dass es gegen Mittag mit dem Wetter besser wird.

Wir haben leider kein Glück. Das Wetter bleibt wie es ist. Trotzdem entschließen wir uns um 12.30 Uhr, ausgerüstet mit Rucksack und Regenjacke, die geplante Wanderung zu machen. Der Arcadian Trail, ein 8,5 km Rundwanderweg mit ca. 345m Höhenunterschied, liegt vor uns. Zunächst geht es ganz schön steil bergauf und wir kommen kräftig ins schwitzen. Marlene fängt bereits nach den ersten 100 geschätzten Höhenmetern fürchterlich an zu schimpfen und will umdrehen.

 Aber sie hat vergessen, dass es ein Rundwanderweg ist, und auf einem solchen kann man nicht umdrehen, sagt Kuddel. Sagt schließlich schon der Name.

Leider werden wir für unsere Mühen nicht belohnt. Die herrliche Aussicht von hier oben können wir uns leider nur auf Prospekten ansehen. Das Wetter will einfach nicht besser werden.

Auch die Verhaltensregeln, die wir im Info-Center erhalten haben, bei der Begegnung mit Bär, Elch und Kojote brauchen wir nicht. Alles was wir von ihnen zu Gesicht bekommen, ist ihre Sch....... .

Der Rückweg führt an einem kleinen Bach entlang wieder ins Tal. Lässt sich gut laufen und nach insgesamt 3 Stunden sind wir wieder am Camper. Wir brauchen alle erst einmal eine heiße Dusche und einen Tee zum auftauen. Ich nehme meine Duschklamotten und mache mich auf den Weg. Das heiße Wasser tut wirklich gut. Ich bin schon wieder angezogen und mache mir die Haare, als ein Mann herein kommt! Wir schaun uns beide erst einmal ganz entgeistert an bis er sagt, dass das hier der Männerwaschraum wäre. Jetzt entdecke ich auch die verschiedenen Toilettenbecken, schnappe meine Sachen, murmele etwas wie Entschuldigung und bin weg.

( Gott sei Dank, davon gibt es keine Bilder )

Den Schlummertrunk nehmen wir heute im Camper und lachen noch lange über meinen „Fehltritt“.