Moncton - Shediac - Confederation Bridge - Cape Pele -
13. Tag 27.05.12 193 km Cadman Corner - Confederation Bridge - Bedeque -
      Green Gables - White Sands
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Die Sonne scheint aus allen Knopflöchern und der Himmel ist strahlend blau und ohne Wölkchen. Heute geht es nach Prince Edward Island, von den Kanadiern nur PEI genannt. Dazu müssen wir über die Confederation Bridge fahren. Sie soll 13 km lang sein. Marlene bekommt schon mal direkt nach dem Frühstück ein paar Rescuepastillen verabreicht, damit sie die Überfahrt besser übersteht.

Durch niedliche kleine Orte, aber über Straßen die wieder Schüttellähmung hervorrufen, geht es bis ans Meer. In einem kleinen Ort mit großen Häusern, verlassen wir die Straße und fahren bis ans Ufer und bestaunen das rote Wasser. Sofort hält ein Kanadier an und fragt ob wir uns verfahren hätten, der Campground wäre 2 Strassen weiter. Wir erklären ihm, dass wir uns nur einmal umschauen wollten, ja, lacht er, er würde verstehen, wünscht uns noch eine gute Fahrt und weg ist er.

Auf den letzten Kilometern entlang der Küste, ist immer wieder mal die Brücke zu sehen. Ein gigantisches Bauwerk! Marlene wird immer nervöser. Am Fuß der Brücke machen wir noch einmal Halt und Marlene bekommt noch eine Portion Rescue. Dann geht es los, PEI entgegen. Man glaubt kaum, dass dies Bauwerk 13 km lang sein soll. Kuddel schaut noch auf den Tacho. Vorsichtshalber. Die können ja viel schreiben in ihren Reiseführern meint er. Doch es sind 13 km. Tatsächlich. Wir nehmen die erste Ausfahrt zum Visitor-Center. Dort erfahren wir, dass der Campground den wir uns ausgesucht haben, erst am 01.06. öffnet. Schitte! Aber man kann uns weiterhelfen und wir erhalten eine entsprechende Adresse.

Als wir das Visitor-Center verlassen, stehen wir vor lauter kleinen Geschäften! Die zum Teil geöffnet sind. Also ist erst einmal shoppen angesagt. T-Shirts, Sticker und verschiedene andere Sachen wechseln den Besitzer. Dann geht die Fahrt vorbei an riesigen, roten Feldern auf denen in erster Linie Kartoffeln angebaut werden. Auch für die Wodkaherstellung. Schließlich gibt es im Norden eine Brennerei.

Der Campground liegt in der Nähe vom Strand. „White Sands Cottages and Campground“  ein paar Kilometer von Cavendish entfernt. Eigentlich doch noch geschlossen. Aber der Besitzer ist ein toller Typ und er lässt uns rein. Wir unterhalten uns eine Weile mit ihm und erfahren wo wir Brutstätten von Kormoranen finden können und das regelmäßig ein Weißkopfseeadler in der Nähe fischen kommt.

Wir machen uns auf den Weg zum „Orby Head“. Tatsächlich sehen wir hier Kormorane mit ihren Jungen in den rauen Felsen. Den Seeadler sehen wir aber leider nicht. Schade.

Abends schmeißen wir den Grill an. Am anschließenden Lagerfeuer beobachten wir verschiedene, wilde bis sehr wilde Tiere. Hasen, Krähen, die uns fast aus der Hand fressen und dann .... einen Skunk! Ein echtes, wildes Stinktier läuft über den Platz und sucht die Brotkrumen die die Krähen übersehen haben. Super! Das war ein echt toller Tag in Kanada.