Fife Islands - Parrsboro -  Southhampton - Athol - Amherst-
09. Tag 23.05.12 187 km Sackville - Dorchester - Lower Coverdale - Moncton
       
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Die Five Islands hüllen sich in Nebel. Gespenstisch wie in einem Hitchcock-Film. Es ist wieder mal Ebbe. Der Meeresboden ist von Männern bevölkert, die scheinbar mit ihren Händen das Watt umgraben. Ab und zu hört man, wie sie etwas in eine Kiste werfen. Sie sind alle auf der Jagd nach den begehrten Jacobsmuscheln. Buddeln darf nur der, der eine Lizenz zum Buddeln hat. Sie liefern ihren „Fang“ in der nahe gelegenen Fabrik zur sofortigen Weiterverarbeitung ab.

Es ist trocken von oben. Also, wie immer Yoga um 07.00 Uhr. Dann Frühstück. Alle Tanks werden gefüllt oder entleert, ganz wie sie es haben müssen. Anschließend starten wir nach Moncton in New Brunswick. Wir werden über Southhampton und Dover fahren. Wie immer das auch gehen mag.

Unterwegs machen wir noch einen Stop in Parrsboro und besuchen Goosecap. Da wir ihn nicht finden, fahren wir zum Info-Center. Allerdings sind wir etwas früh. Sie öffnen erst um 09.30 Uhr und es ist erst 09.00 Uhr. Aber wir fragen einen Mitarbeiter, der gerade zur Arbeit kommt, nach dem Weg. Leider kann er uns auch nicht weiter helfen, da es heute erst sein erster Arbeitstag ist. Aber kein Problem. Er nimmt uns, obwohl noch geschlossen ist, mit hinein. Dort werden wir Deutschen unheimlich nett und freundlich beraten und in der Statistik verewigt. Wir fahren zuerst nach Partridge Island und suchen nach besonderen Steinen, Fossilien und Jacobsmuscheln. Abgesehen von den Fossilien, haben wir Muscheln und Steine auch reichlich gefunden. Dann machen wir in Parrsboro noch ein Foto von Goosecap und fahren dann weiter Richtung Moncton. Vorbei an vielen grünen Wiesen, blühenden Bäumen und viel Landwirtschaft geht unsere Fahrt. Wir lassen Amherst hinter uns und verlassen Nova Scotia. New Brunswick empfängt uns mit frischen Temperaturen und viel Wind. Im ersten Visitor Center besorgen wir uns ausreichend Kartenmaterial und machen eine Pause bei Tim Hortons. French Vanilla tut jetzt echt gut.

Wir quälen uns durch die Großstadt Moncton ohne Karte und ohne Navi. Vom Laptop ist der Akku leer! Zum Glück habe ich mir die Fahrtstrecke vor dem Stromverlust genau angesehen und kenne die allgemeine Richtung. Nur den Campground finden wir nicht. Also ran an die nächste Tanke und fragen. Ein netter Kanadier erklärt sich spontan bereit uns dorthin zu lotsen. An der Einfahrt zum Campground winkt er noch einmal, wendet auf dem Highway und fährt davon. Einfach nur toll. In Deutschland undenkbar.

Wir bekommen zwei schöne Plätze nebeneinander auf dem Stonehurst Golf Course and Trailer Park. Auch hier wieder unglaublich nette und hilfsbereite Leute. Man erfragt sogar telefonisch für uns die Tidezeiten. Wir wollen nämlich  am nächsten Tag die Hopewell Rocks besuchen.

Wir essen noch gemeinsam zu Abend, es gibt Kuddel’s Spezialbratkartoffeln, und lassen in aller Gemütlichkeit den Tag ausklingen.