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Helgoland vom 07.01. bis zum 13.01.2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Wecker klingelt um 4.30 Uhr und das Thermometer zeigt satte

 

8,3 Grad Minus !

 

Und wir wollen für eine Woche nach Helgoland.

 

Sind wir bekloppt!

 

Also schnell noch frühstücken und dann los. Richtung Norden und dann immer geradeaus (Cuxhaven). Die Straßen sind trocken und frei und so kommen wir gut voran. Bis ins Münsterland. Dort beginnt es zu schneien und innerhalb kurzer Zeit sind die Straßen weiß. Doch ab Bremen wird es wieder besser und das letzte Stück Autobahn bis Cuxhaven, sind die Straßen sogar wieder frei. Jetzt beginnt es zu regnen und wir sind froh, dass wir schon fast im Hafen sind. An einer Ampel müssen wir halten und auweia, die Straßen sind spiegelglatt. Wir kommen auf der Kreuzung zum Stehen und es ist Gott sei Dank noch niemand unterwegs (9.00 Uhr). Wir erreichen ohne weitere Zwischenfälle den Fährhafen und steigen aus dem Auto. Der Parkplatz ist auch spiegelglatt. Wir schleichen im Pinguingang (watschelnd und nach vorne gebeugt) zum Terminal. Es gibt tatsächlich noch weitere Bekloppte, die auf die Insel wollen. Und Alle wegen der Robbenbabys. Alles ist grau in grau und nebelig. Doch das Meer ist recht ruhig. Wir gehen an Bord und suchen uns einen schönen Fensterplatz. Die "Helgoland" ist ein ganz neues Schiff und hat Platz für  ca. 1000 Passagiere. An Deck treffe ich einen jungen Mann, der aufgrund der Wetterlage nicht ab Nordholz fliegen konnte und deshalb die Fähre nehmen muss. Er kennt die "Helgoland" und war schon im Frühjahr 2016 bei der Jungfernfahrt dabei. Er erzählt mir, die Helgoland liegt im Wasser wie ein Brett. Also keine Angst vor Seegang und ich werfe auch keine Pille ein. Sein Wort in Gottes Ohr und ich vertraue auf meinen Schutzengel. Pünktlich um 10.30 Uhr legen wir ab und fahren Richtung Helgoland.

Die ersten 1,5 Stunden unserer Mini-Kreuzfahrt verlaufen auch wirklich total normal. Man merkt gar nicht, dass man auf See ist. Doch dann wird die See unruhiger und es beginnt zu schaukeln. Bis jetzt konnte ich stricken, doch nun kaue ich Kaugummi und suche mir mit den Augen einen Punkt am Horizont zum festhalten. Um uns herum wird es immer leerer. Die Meisten sind in die Mitte des Schiffes geflüchtet oder an die frische Luft. Sogar zwei Hunde brauchen ne Kotztüte. Die Armen. Aber ich nicht. Alles ok. Planmäßig erreichen wir Helgoland und der Wind hat auch nachgelassen. Helgoland wird vom Golfstrom beeinflusst und nach Aussage der Einheimischen gibt es hier nie Minusgrade. Wir laufen entlang der bunten Hummerbuden und telefonieren von hier mit unserem Vermieter. Die Eheleute Engelhardt nehmen uns am Fahrstuhl zum Oberland in Empfang und begleiten uns zum Haus.

Helgoland ist toll.

Auch im Januar und unser Ferienhaus lässt keine Wünsche offen. Schoki im Wohnzimmer, Obstschale, Getränke im Kühlschrank. Alles sehr liebevoll eingerichtet perfekt vorbereitet. Sauna im Keller, Fernseher im Schlafzimmer und im Wohnzimmer, Radio in der Küche. Alles wie zu Hause. Wir kaufen noch ein paar Kleinigkeiten beim EDEKA ein und müssen feststellen: Nur Bares ist Wahres. Lebensmittel bekommt man auf Helgoland nur gegen Barzahlung. In den anderen Läden kann man schon mit Karte zahlen. Und noch ein Tipp. Der Geldautomat ist tierisch teuer. 7.50 EUR Gebühren. Eben Inselzuschlag. Wir lassen den Tag so langsam ausklingen und hören noch im Radio von den vielen Glatteisunfällen in Schleswig-Holstein. Da sind wir schon froh und dankbar, dass wir so wohlbehalten und ohne Pillen hier angekommen sind. Jetzt freuen wir uns auf eine tolle Woche auf Helgoland.

Ach ja, ich hatte noch ein Highlight an Bord. Kurz bevor wir ausgestiegen sind, konnte ich eine junge Frau glücklich machen. Ihr ging es nicht sehr gut und sie hatte schon jetzt Angst vor der Rückfahrt am nächsten Tag. Ich habe sie angesprochen und ihr zwei von meinen Reisepillen geschenkt. Die war total glücklich und dankbar.

Meine gute Tat für diesen Tag!

 

Am Sonntag werden wir erst gegen 8.00 Uhr wach und haben so richtig gut geschlafen. Das Wetter ist recht freundlich und sehr windstill. Kalt ist es auch nicht. Wir frühstücken in aller Ruhe und machen uns dann fertig für den ersten Inselrundgang. Familie Engelhardt schaut kurz vorbei und meint: Heute ist der perfekte Tag für die Düne und die Robben. Windstill mit Aussicht auf Sonne. Gesagt, getan und wir machen uns auf zur Landungsbrücke. Wir erwischen die Fähre um 10.30 Uhr. Die Fahrt dauert ca. 10 Minuten und ist völlig harmlos. Die See ist ruhig. Wir entscheiden uns für rechtsherum und beginnen den Rundweg am Nordstrand. Wir biegen um die Ecke und sehen schon die ersten Robben schlafend am Strand. Also Fotos machen. Überall liegen sie und schlafen oder betreiben Fellpflege. Ein tolles Naturschauspiel. Wir umrunden die Düne in Schlangenlinien. Immer mit genügend Abstand zu den Tieren. Ranger passen auf, dass die Touris den Tieren nicht zu Nahe kommen. Nach zwei Stunden haben wir so viele Robben und Seehunde gesehen wie noch nie in unserem Leben. Laut Statistik der Ranger sind bis jetzt 354 Robben zur Welt gekommen. Wir nehmen wieder die Fähre zurück und machen erst einmal Mittag. Wer Helgoland besucht, muss schon richtig gut zu Fuß sein. Überall sind Treppen. Die am Fahrstuhl hat 184 Stufen. Nimmt man den Fahrstuhl muss man dafür bezahlen. Pro Fahrt 0,60 EUR. Wir laufen. Treppenstatistik am Ende. Am Nachmittag geht es am Strand entlang Richtung "Lange Anna". Dort sammeln wir Glas, Muscheln und Hühnergötter. Aber nur ein paar. Müssen wir ja schießlich alles tragen. Hier gibt es noch eine Treppe zum Oberland. Direkt am Hang geht es in Serpentinen hinauf, ganze 254 Stufen. Oben angekommen, nehmen wir den Klippenwanderweg. Tolle Aussicht. Lange Anna, Möwen und Kormorane in den Felswänden. Tolle Insel. Wir hätten nicht gedacht, dass uns Helgoland so gut gefallen würde. Und das Wetter spielt auch mit. Heute war es wirklich toll, sogar mit vielen sonnigen Abschnitten.

Heute ist Montag und wir sind schon um halb acht wach. Das Wetter ist etwas schlechter geworden. Windig, aber trocken von oben. Wir machen uns auf den Weg zum Schätze sammeln. Wir beginnen an den Landungsbrücken und finden dort schon kleine Porzellanschnipsel und buntes Glas. Wir schlendern bis zum Nordstrand und wieder zurück. Mit vollen Taschen. Wir erkundigen uns schon mal was es kostet, wenn man ein Paket nach Hause schickt. Ist von hier etwas schwieriger, wegen der Zollbestimmungen. Wir gehen noch shoppen und machen dann Mittag. Nach dem Schläfchen geht es dann noch einmal ans andere Ende der Insel und dann wieder ins Warme.

Dienstag, 10. Januar 2017 Das Wetter ist beständig und sieht gut aus. Wir machen uns auf den Weg zum "Kringel". Dafür nehmen wir die 134 Stufen am Ende des Oberlandes. Da das Wetter hält, gibt es heute die Fotos im Hawaiihemd am Strand. Also zieht Kuddel das Hemd und die kurze Hose an und die Strümpfe aus. Alles im Bild festgehalten. Schön verrückt. Natürlich auch ein paar Bilder mit dem Handy  gemacht und sofort an die Heroes verschickt. Als Beweis.

Ab Mittwoch wird das Wetter schlechter. Für heute und morgen ist Sturm angesagt und der ist schon da. Zwischendurch haben wir aber auch trockene Abschnitte und die nutzen wir, um uns das Schauspiel anzusehen. Für heute ist die Bunkerführung gebucht. Beginn um 16.30 Uhr und Treff am Cafe Krebs. Vorher nehmen wir noch nen Schokoeiergrog. Tolles Gesöff und macht richtig warm. An der Führung nehmen 27 Personen teil und wird von einem echten Helgoländer Urgestein gemacht. Draußen stürmt und regnet es und wir steígen hinab in die Helgoländer Katakomben. Die Führung ist toll und sehr interessant. Die Insulaner haben schon einiges mitgemacht. Jeder wollte die Insel aufgrund seiner Lage haben. Nach 1,5 Stunden ist unsere unterirdische Wanderung vorbei und wir kommen wieder ans Tageslicht. Nur inzwischen ist es draußen dunkel. Jetzt noch Abendessen in den Mokka-Stuben und dann ab aufs Sofa.

Der Donnerstag ist auch schietig und so langsam wird mir schon etwas unwohl wegen der Rückfahrt. Aber wir fahren ja erst am Freitag. Wir entscheiden uns heute für den Kauf eines neuen Rucksackes, damit wir unsere Schätze heil nach Hause bekommen. Ist auch preiswerter. Trotz Sturm und Regen besteigen wir heute noch die höchste Erhebung auf  Helgoland und machen ein Foto am Gipfelkreuz.  Da heute wegen des Sturms die Fähre nicht gefahren ist, telefonieren wir am Nachmittag mit der Reederei. Nach deren Aussage, fährt die Fähre am Freitag planmäßig um 16 Uhr ab Helgoland. Und wie vorhergesagt, beruhigt sich das Wetter am Abend. Sogar der Mond lässt sich blicken und wir machen ein paar tolle Fotos im Dunkeln.

Unser letzter Tag auf Helgoland begrüßt uns mit Sonne. Es ist zwar noch windig, aber kein Sturm. Wir drehen noch mal eine Runde übers Oberland und packen dann unsere Sachen für die Heimreise. Zu Mittag gibt es nur leichte Kost. Laugenbrötchen mit etwas Butter. Vorsichtshalber. Wir machen uns auf den Weg zum Hafen und nehmen jetzt den Fahrstuhl. 184 Stufen mit Sack und Pack war uns dann doch zuviel. Wir haben soviel Glück. Es ist zwar noch kalt und etwas windig, aber sonnig. Die Überfahrt ist perfekt. Leckerer Kaffee, das Meer glatt wie ein Spiegel und pünktlich laufen wir in Cuxhaven in den Hafen ein. Hier ist es sehr kalt und unser Auto mussten sie wegen des Hochwasser umparken. Aber alles ok. Wir beziehen unser reserviertes Hotelzimmer im Hotel "Stadt Cuxhaven" und gehen noch Pizza essen um die Ecke. Anschließend fallen wir müde ins Bett.

Samstagmorgen genießen wir ein super Frühstücksbuffet. Alles was das Herz begehrt. Anschließend treten wir die Heimreise an. Alles prima. Straßen trocken und frei. Wir hatten eine tolle Woche und sind uns einig:

 Wir fahren wieder im Winter nach Helgoland.